Flopkonzert: Prince

Gestern Abend ging es mit großer Vorfreude zum Prince Konzert nach Köln. Was bleibt, ist ebenso große Enttäuschung und ein – in jeder Hinsicht – unvergesslicher Abend. Los gehen sollte es um 20 Uhr. Gut: dass das nicht immer s.t. ist, meinetwegen. Das “Programm” gestaltete sich dann aber wie folgt:

Ohne Vorband ging’s um 20:45 Uhr los. Nach dem ersten Song, der eher an ein Achtzigerjahre-Metal-Konzert erinnern ließ, ging das Saallicht wieder an und Prince samt Band verschwanden wieder von der Bühne. Irgendwelche Ansagen? Fehlanzeige. Nach ein paar Minuten kamen die ersten Twitter-Meldungen, der feine Herr Prince sei wohl mit dem Sound nicht zufrieden. Nach 20 Minuten dann die erste Ansage in der Halle mit dem Hinweis auf “technische Probleme” und der wunderbaren Aussicht: “Wir geben Ihnen in Kürze bescheid, wie es weitergeht.” Nach einer halben Stunde ging’s dann tatsächlich weiter. Der erste Song trug offensichtlich den malerischen Titel “Soundcheck, one, two…”. Knaller. Während des Konzerts kamen dann auch noch so grandiose Einlagen wie “Turn the lights off!” und alles saß im Dunkeln, während die Damen und Herren Musiker weiterspielten. Jeder Song begann und endete übrigens auf einem wummernden Donnersound. Sehr abwechslungsreich und musikalisch auch wirklich anspruchsvoll. Besonders schade fand ich noch, dass nicht einmal Bläser mit von der Partie waren, sondern diese Parts – hoffentlich – vom Keyboarder übernommen wurden. 1:20 Stunde später konnte man dann die zaghafte Ankündigung, es handele sich um den letzten Song, vernehmen. Ohne nennenswertes weiteres Zeremoniell verschwand Mister Prince abermals von der Bühne. Bis dahin kostete das Konzert geschmeidig 1 € pro Minute. Der Nachapplaus war schon relativ flach. Aber in Anbetracht des langen Vorlaufs und der im Übrigen eher weniger überzeugenden Darbietung hätte man ja irgendwie erwartet, dass nun bei den Zugaben noch ein wenig was draufgelegt würde. Aber weit gefehlt. Prince hat doch glatt noch eine Überraschung in petto. Die Leute noch schön zehn Minuten klatschen lassen und dann einfach die Hallenbeleuchtung wieder anmachen. Rumms. Konzert vorbei. Keine Zugabe(n).

Das einzige Wort, was mir dazu zu sagen bleibt: skurril. Ich kann mich nicht erinnern, von “großen Namen” jemals eine derart enttäuschende Darbietung erlebt zu haben. Hoffentlich haben sich einige von den saftigen Kartenpreisen abschrecken lassen und erfreuen sich ohne ein solch trübendes Ereignis weiter an den CDs.

Ein Gedanke zu “Flopkonzert: Prince

  1. leider haben wir die gleiche erfahrung gemacht 2002. auch in der arena….
    daher haben wir uns bewußt gegen prince entschieden :-( ((

    http://www.wibbelanke.de/?p=1507

    konzertabbruch wegen grausigem sound.
    wobei ich nicht nur bei prince so grottenschlechte dinge erlebt habe.
    wir waren schon auf konzerten da kam das echo – ungelogen – 3 mal an uns vorbei. das akkustikproblem ist ja leider bekannt!

    prince muss man erleben…wir haben schon einige konzerte erlebt und es ist einfach nur “geil”
    3-4 std programm und nie das gleiche sind eigentlich standart

    er ist wirklich ein meister seines fachs…aber köln ist und bleibt ein fiasko.

    wir gehen grundsätzlich nicht mehr in die kölnarena…es sei denn zum eishockey ;-)

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